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DNS-Fehler gehören zu den Problemen, die den Arbeitsalltag abrupt unterbrechen können. Eben laden Sie noch eine Webseite, im nächsten Moment sehen Sie die Meldung „DNS-Server antwortet nicht“ oder „Diese Website ist nicht erreichbar“ und fragen sich, ob die Ursache bei Ihrem Computer, Ihrem WLAN, Ihrem Internetanbieter oder dem Internet selbst liegt. Die gute Nachricht? Die meisten DNS-Fehler lassen sich in wenigen Minuten beheben, wenn Sie wissen, wo Sie suchen müssen. Sehen wir uns gemeinsam an, was DNS eigentlich ist, warum diese Fehler auftreten, was die häufigsten Fehlermeldungen tatsächlich bedeuten und wie Sie (oder die Benutzer) schnell wieder online kommen.
Was ist DNS?
Der Domain Name Service (DNS) übersetzt leicht verständliche Domainnamen in IP-Adressen. Webbrowser kommunizieren über Internetprotokolladressen (IP-Adressen), und DNS sorgt dafür, dass Domainnamen den entsprechenden IP-Adressen zugeordnet werden, damit Browser Internetressourcen laden können. Stellen Sie sich DNS als eine hübsche Maske vor, die ein hässliches Durcheinander von komplexen Zahlen verdeckt. Es ist wesentlich einfacher, sich einen einprägsamen Namen wie CNN.com, Microsoft.com oder GoTo.com zu merken, als sich eine Zahlenfolge wie 10.9.75.129 oder die neueren IPv6-Adressen wie dieses Wikipedia-Beispiel einzuprägen: 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334.
Dank DNS müssen Internetnutzer keine komplizierten Verzeichnisse mit numerischen Webadressen verwalten. Stattdessen genügt es, den Namen einer Website in die Adressleiste des Browsers einzugeben. Doch wie jede Übersetzung kann auch DNS gelegentlich Fehler machen, und genau dann treten DNS-Fehler auf.
Was ist ein DNS-Fehler?
Ein DNS-Fehler tritt auf, wenn Ihr Browser einen Webseitennamen nicht in die IP-Adresse übersetzen kann, die zum Laden der Seite erforderlich ist. Der Fehler kann von Ihrem Gerät, Ihrem Router, dem DNS-Server Ihres Internetanbieters oder der Website selbst ausgehen. Deshalb ist ein DNS-Fehler eher eine Kategorie als ein einzelnes Problem. Wenn eine Eingabe in der Adressleiste nicht korrekt aufgelöst werden kann, erscheint eine entsprechende DNS-Fehlermeldung, bevor die Seite geladen wird.
Ob tatsächlich ein DNS-Problem vorliegt, und nicht etwa eine allgemeine Störung Ihrer Internetverbindung, lässt sich am schnellsten überprüfen, indem Sie statt des Domainnamens direkt die IP-Adresse der Website eingeben. Geben Sie zum Beispiel anstelle von apple.com die Adresse 17.253.144.10 in den Browser ein. Wenn die Website lädt, liegt das Problem bei der DNS-Auflösung. Falls nicht, handelt es sich möglicherweise um ein allgemeineres Verbindungsproblem.
Sie können außerdem die Eingabeaufforderung öffnen. Sie ist in den meisten Supporttools integriert oder lässt sich unter Windows öffnen, indem Sie CMD in das Suchfeld der Taskleiste eingeben. Testen Sie dann die Website mit dem Befehl „ping“, um zu prüfen, ob sie erreichbar ist:
- Ist die Website erreichbar, können Sie mit dem Befehl „tracert 17.253.144.10“ nachvollziehen, an welcher Stelle die Verbindung ins Stocken gerät.
- Ist die Website hingegen nicht erreichbar, versuchen Sie, eine andere Website aufzurufen. Lässt sich ebenfalls keine andere Website laden, liegt das Problem möglicherweise bei Ihrem Internetanbieter. In diesem Fall erhalten Sie am schnellsten Klarheit, indem Sie die Statusseite Ihres Anbieters aufrufen oder sich an dessen Support wenden.
Warum treten DNS-Fehler auf? Sechs häufige Ursachen
DNS-Fehler lassen sich fast immer auf eine dieser Ursachen zurückführen:
- Ihr DNS-Cache ist veraltet oder beschädigt. Ihr Computer speichert aktuelle Abfragen lokal. Sind diese Einträge veraltet oder beschädigt, versucht der Browser weiterhin, die fehlerhaften Informationen zu verwenden.
- Ihr Router oder Modem muss neu gestartet werden. Router speichern ebenfalls DNS-Einträge im Cache. Läuft das Gerät über längere Zeit ohne Neustart, können veraltete Einträge oder fehlerhafte Routing-Tabellen entstehen.
- Der DNS-Server Ihres Internetanbieters hat Probleme. Das kommt häufiger vor, als viele vermuten. Der vom Internetanbieter automatisch zugewiesene DNS-Resolver kann langsam werden, Zeitüberschreitungen verursachen oder vorübergehend ausfallen.
- Ihre DNS-Einstellungen sind falsch konfiguriert. Das betrifft insbesondere Geräte, bei denen Netzwerkeinstellungen manuell geändert wurden oder auf denen ein VPN, eine Sicherheitslösung oder ein Proxy die Standardeinstellungen überschrieben hat.
- Ein VPN, eine Firewall oder ein Virenschutz stört die Verbindung. Sicherheitssoftware kann DNS-Anfragen abfangen. Funktioniert sie nicht korrekt, schlägt die Namensauflösung fehl.
- Das Gerät ist mit Schadsoftware infiziert. Einige Schadprogramme leiten DNS-Anfragen auf böswillige Server um. Wenn DNS-Fehler auch nach allen anderen Lösungsversuchen weiterhin auftreten, sollten Sie das System mit einem Virenscanner überprüfen.
Häufige DNS-Fehlermeldungen und ihre Bedeutungen
Die halbe Lösung besteht darin, die angezeigte Fehlermeldung richtig zu verstehen, denn oft liefert sie bereits einen entscheidenden Hinweis auf die Ursache des Problems. Im Support begegnen mir am häufigsten die folgenden DNS-Fehlermeldungen:
| Fehlermeldung | Bedeutung | Wahrscheinlichste Lösung |
|---|---|---|
| DNS-Server antwortet nicht | Das Betriebssystem hat Zugriff auf das Netzwerk, aber der konfigurierte DNS-Resolver antwortet nicht. | Router neu starten; auf öffentlichen Resolver wie Cloudflare 1.1.1.1 oder Google 8.8.8.8 wechseln. |
| DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN (Chrome) | Der Domainname existiert nicht oder kann nicht aufgelöst werden. | DNS-Cache leeren; URL sorgfältig prüfen; anderen Resolver verwenden. |
| DNS-Adresse des Servers konnte nicht gefunden werden | Der Browser kann den Hostnamen überhaupt nicht auflösen. | Cache leeren; DNS-Anbieter wechseln; VPN/Proxy-Einstellungen überprüfen. |
| Seite kann nicht erreicht werden/DNS-Server nicht erreichbar | Der DNS-Server ist von Ihrem Gerät aus nicht erreichbar. | Netzwerkadapter neu starten; DHCP-Lease erneuern; VPN umgehen. |
| DNS-Auflösung fehlgeschlagen/DNS-Auflösung gescheitert | Die Abfrage hat ein Zeitlimit überschritten oder einen Serverfehler (SERVFAIL) zurückgegeben. | Öffentlichen Resolver ausprobieren; Status des Internetanbieters prüfen. |
| Der DNS-Server konnte die DNS-Anfrage nicht verarbeiten | Der Resolver hat die Abfrage empfangen, konnte sie jedoch nicht verarbeiten. | DNS-Client-Dienst neu starten; Cache leeren; Firewall überprüfen. |
| DNS-Namen konnte nicht aufgelöst werden | Häufig ein Windows-Anmelde- oder Active-Directory-Problem. Der Rechner konnte einen Service-Eintrag nicht auflösen. | Erreichbarkeit des Domänencontrollers sowie primäres DNS auf dem Netzwerkadapter überprüfen. |
Wenn eine schnelle Einschätzung der angezeigten Meldung gewünscht ist, suchen Sie diese in der obigen Tabelle und beginnen Sie mit der vorgeschlagenen Lösung. Sollte dies das Problem nicht beheben, führt der folgende Ablauf durch die verbleibenden Schritte der Fehlerbehebung.
DNS-Fehler beheben: ein schrittweiser Leitfaden zur Fehlerbehebung
Wenn es weder an der Website noch an einer bekannten Störung beim Internetanbieter liegt, gehen Sie diese grundlegenden Schritte annähernd der Reihenfolge nach Schwierigkeit und Aufwand durch.
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Anderes Gerät oder anderes Netzwerk ausprobieren
Dies ist der schnellste Plausibilitätscheck. Wenn auf Ihrem Laptop ein DNS-Fehler angezeigt wird, die Website auf Ihrem Smartphone im selben WLAN jedoch problemlos geladen wird, liegt das Problem am Laptop. Funktioniert die Website auf beiden Geräten im WLAN nicht, lässt sie sich über die Mobilfunkverbindung Ihres Smartphones aber öffnen, liegt das Problem im Netzwerk.
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Router und Modem neu starten
Das ist eine bewährte Methode. Trennen Sie beide Geräte vom Strom, warten Sie 30 Sekunden und schließen Sie zunächst das Modem wieder an. Warten Sie, bis es vollständig hochgefahren ist, und schalten Sie anschließend den Router wieder ein. Dadurch werden veraltete DNS-Einträge im Router gelöscht und neue DNS-Abfragen erzwungen.
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Computer neu starten
Auch diese bewährte Maßnahme kann helfen. Ein Neustart beendet möglicherweise blockierte Prozesse und ist besonders sinnvoll, nachdem Sie den DNS-Cache geleert haben, damit die Aktualisierung vollständig übernommen wird.
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DNS-Cache leeren
Dadurch wird Ihr Computer gezwungen, beim nächsten Aufruf einer Website aktuelle DNS-Informationen abzurufen.
- Windows: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung und führen Sie den Befehl „ipconfig /flushdns“ aus.
- macOS: Öffnen Sie das Terminal führen Sie den Befehl „sudo dscacheutil -flushcache; sudo killall -HUP mDNSResponder“ aus.
- Chrome-Browser-Cache: Öffnen Sie chrome://net-internals/#dns und klicken Sie auf „Clear host cache“.
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IP-/DHCP-Lease erneuern
Wenn Ihr Computer eine veraltete Netzwerkkonfiguration verwendet, erhalten Sie dadurch eine neue:
ipconfig/release
ipconfig/renew -
Auf einen öffentlichen DNS-Resolver umstellen
Ist der DNS-Server Ihres Internetanbieters langsam oder unzuverlässig, hilft der Wechsel zu einem öffentlichen DNS-Resolver häufig weiter. Die zwei am häufigsten genutzten Optionen sind:
- Cloudflare: 1.1.1.1 und 1.0.0.1 (1.1.1.1)
- Google: 8.8.8.8 und 8.8.4.4 (Google Public DNS)
Sie können diese DNS-Server entweder auf Ihrem Computer in den Eigenschaften des Netzwerkadapters oder direkt auf Ihrem Router konfigurieren, sodass alle Geräte im Netzwerk davon profitieren.
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Hardware und Kabel prüfen
Ist alles eingeschaltet? Sind Kabel lose? Sind alle Geräte eingeschaltet? Sitzen alle Kabel fest? Das klingt selbstverständlich, aber selbst ein nur teilweise eingestecktes Ethernet-Kabel kann ungewöhnliche oder sporadische DNS-Probleme verursachen.
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Router-Firmware aktualisieren
Veraltete Router-Firmware kann Fehler bei der DNS-Auflösung verursachen, die der Hersteller inzwischen behoben hat. Melden Sie sich auf der Adminoberfläche Ihres Routers an und prüfen Sie, ob ein Firmware-Update verfügbar ist.
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VPN, Proxy oder Sicherheitssoftware von Drittanbietern vorübergehend deaktivieren
Wenn der DNS-Fehler unmittelbar nach der Installation oder Aktualisierung eines VPNs, einer Firewall oder eines Virenschutzprogramms aufgetreten ist, deaktivieren Sie die betreffende Software testweise. Verschwindet der Fehler, haben Sie die Ursache gefunden.
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Integrierte Problembehandlung nutzen
Geben Sie unter Windows „Einstellungen“ in das Suchfeld ein, öffnen Sie „Einstellungen → Problembehandlung“ und starten Sie die Netzwerkdiagnose. Das Tool behebt das Problem entweder automatisch oder liefert Hinweise auf die Ursache.
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Antivirus-Scan durchführen
Schließen Sie aus, dass Schadsoftware DNS-Anfragen umleitet.
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DHCP prüfen
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) weist Ihrem Gerät automatisch eine IP-Adresse und weitere Netzwerkeinstellungen zu und sollte sowohl auf Ihrem Computer als auch auf Ihrem Router aktiviert sein. Die entsprechenden Optionen finden Sie in der Regel in den IP-Eigenschaften Ihrer Netzwerkverbindung. Für die meisten Heim- und kleinen Büronetzwerke sollten die Einstellungen „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ und „IP-Adresse automatisch beziehen“ aktiviert sein.
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Netzwerk-Stack zurücksetzen (radikale Lösung)
Wenn keine der bisherigen Maßnahmen erfolgreich war, können Sie die Netzwerkkonfiguration von Windows vollständig zurücksetzen:
netsh winsock reset
netsh int ip resetStarten Sie danach den Computer neu.
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Wenden Sie sich an die Experten
Sollte weiterhin ein DNS-Fehler auftreten, wenden Sie sich an Ihre IT-Abteilung. Dort kommt möglicherweise eine Lösung wie LogMeIn Resolve zum Einsatz, die Funktionen für die Remote-Fehlerbehebung bietet. Dazu gehören unter anderem das Ausführen von Befehlen auf Ihrem Computer über eine Remote-Sitzung oder die Bildschirmfreigabe, um Ihre Netzwerkeinstellungen gemeinsam zu überprüfen.
So beheben Sie speziell den Fehler „DNS-Server antwortet nicht“
Dies ist mit Abstand die häufigste DNS-Fehlermeldung und sollte hervorgehoben werden, da sich die Reihenfolge der Handlungsschritte leicht vom allgemeinen Ablauf unterscheidet. Wenn „DNS-Server antwortet nicht“ erscheint, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Starten Sie den Router neu. Allein diese Maßnahme behebt überraschend viele Fälle.
- Wechseln Sie zu 1.1.1.1 oder 8.8.8.8. Das kann auf dem betroffenen Gerät oder direkt auf dem Router sein.
- Leeren Sie den DNS-Cache. Nutzen Sie den Befehl „ipconfig /flushdns“.
- Deaktivieren Sie VPN oder Proxy. So schließen Sie aus, dass Anfragen abgefangen werden.
- Testen Sie einen anderen Browser. So können Sie Einstellungen zu DNS-over-HTTPS im Browser als Ursache ausschließen.
- Starten Sie Windows im abgesicherten Modus mit Netzwerkunterstützung. Funktioniert DNS dort, verursacht wahrscheinlich ein Autostartprogramm oder Treiber das Problem.
Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, liegt das Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Ihrem Anbieter oder dem Ziel-DNS und nicht an Ihrem Computer.
DNS-Fehlerbehebungsbefehle, die jede IT-Fachkraft kennen sollte
Wenn Sie im Support tätig sind, sollten Sie diese Befehle stets parat haben. Die meisten lassen sich auch über eine Remote-Eingabeaufforderung ausführen, sodass Sie Benutzer nicht Schritt für Schritt durch die Eingabe führen müssen.
| Zentrale Steuerung | Funktion |
|---|---|
| ping <hostname> | Prüft die grundlegende Erreichbarkeit und zeigt, ob der Hostname erfolgreich in eine IP-Adresse aufgelöst wird. |
| nslookup <hostname> | Zeigt, welcher DNS-Server abgefragt wird und welche Antwort dieser zurückliefert. |
| nslookup <hostname> 1.1.1.1 | Führt die Namensauflösung über einen bestimmten DNS-Resolver aus. Ideal, um festzustellen, ob das Problem beim lokalen DNS liegt. |
| tracert <hostname> (Windows)/traceroute (macOS/Linux) | Zeigt den Netzwerkpfad und macht sichtbar, an welcher Stelle die Verbindung unterbrochen wird. |
| ipconfig /flushdns | Löscht den lokalen DNS-Resolver-Cache. |
| ipconfig /displaydns | Zeigt den Inhalt des DNS-Caches an und hilft dabei, fehlerhafte Einträge zu erkennen. |
| Resolve-DnsName <hostname> (PowerShell) | Führt eine detaillierte DNS-Abfrage mit allen Datensatztypen durch. |
| dig <hostname> (macOS/Linux) | Das Standardwerkzeug zur DNS-Fehlerbehebung unter Linux/Unix; gibt standardmäßig umfangreiche Ausgaben zurück. |
Ein typischer Ablauf bei der DNS-Fehleranalyse sieht folgendermaßen aus: Mit „ping“ die Verbindung prüfen → „nslookup“ gegen den lokalen Resolver → „nslookup“ gegen einen öffentlichen Resolver → „tracert“ bei Routing-Problemen. Diese Abfolge zeigt, ob das Problem bei der Konnektivität, beim lokalen DNS, beim DNS des Anbieters oder beim Routing liegt.
Wenn das Problem auf Serverseite liegt
Sind Sie als IT-Admin oder MSP für die DNS-Auflösung auf Infrastrukturebene verantwortlich, wird das Bild etwas komplexer. Die häufigsten DNS-Probleme auf Serverseite sind fehlerhafte Aufzeichnungen, abgelaufene Domainregistrierungen, einzelne Fehlerpunkte in Resolver-Ketten und DNSSEC-Validierungsprobleme. Mit einigen bewährten Maßnahmen lassen sich die meisten dieser Probleme vermeiden:
- Betreiben Sie stets einen primären und einen sekundären DNS-Server. Abhängigkeiten von nur einem Resolver gehören zu den häufigsten Ursachen für unternehmensweite Ausfälle.
- Beobachten Sie die Antwortzeiten, nicht nur die Verfügbarkeit. Langsame DNS-Auflösungen wirken auf Benutzer oft bereits wie ein Ausfall, obwohl der Dienst technisch noch erreichbar ist.
- Erwägen Sie DNS-over-HTTPS (DoH) für Client-Geräte in unsicheren Netzwerken.
- Dokumentieren Sie für jede Domain den DNS-Anbieter, die Kontoinhaberschaft und Verlängerungsdaten. Abgelaufene Domains oder nicht mehr zugängliche Registrar-Konten gehören überraschend häufig zu den Ursachen schwerwiegender Ausfälle.
Wenn Unterstützung benötigt wird: Fernsupport-Tools
Wenn auf Ihrem eigenen Gerät oder bei Benutzern plötzlich ein DNS-Fehler auftritt, lässt sich das Problem häufig am schnellsten mit einem Fernsupport-Tool beheben. Lösungen wie LogMeIn Resolve ermöglichen IT-Teams den Zugriff auf eine Remote-Eingabeaufforderung, Bildschirmfreigaben sowie automatisierte Skripte zur Fehlerbehebung. Dadurch lassen sich die meisten DNS-Probleme innerhalb weniger Minuten beheben, ohne dass Benutzer Befehle am Telefon vorlesen oder selbst ausführen müssen. Für IT-Teams, die Hunderte oder Tausende Endgeräte betreuen, macht das den Unterschied zwischen einem fünfminütigen Supportfall und einem Ticket, das einen halben Arbeitstag in Anspruch nimmt.
Wenn DNS-Fehler den Internetzugriff auf dem betroffenen Gerät jedoch vollständig verhindern, bleibt zunächst nur die manuelle Durchführung der oben beschriebenen Schritte zur Fehlerbehebung.
FAQ
Was ist ein DNS-Fehler?
Ein DNS-Fehler tritt auf, wenn Ihr Gerät den Namen einer Website nicht in die IP-Adresse übersetzen kann, die zum Laden der Seite erforderlich ist. Die Ursache kann auf Ihrem Gerät, Ihrem Router, Ihrem Internetanbieter oder der Website selbst liegen und die Lösung hängt davon ab, wo das Problem entsteht.
Was sind die Ursachen für DNS-Fehler?
Die häufigsten Ursachen sind ein veralteter oder beschädigter DNS-Cache, Probleme mit Router oder Modem, ein unzuverlässiger DNS-Server des Internetanbieters, fehlerhafte Netzwerkkonfigurationen, Störungen durch VPNs oder Sicherheitssoftware sowie (in seltenen Fällen) Malware, die DNS-Anfragen umleitet.
Warum treten bei mir immer wieder DNS-Fehler auf?
Wenn DNS-Fehler immer wieder auftreten, handelt es sich meist um ein dauerhaftes Problem. Typischerweise ist das ein instabiler DNS-Resolver des Internetanbieters, ein fehlerhaft arbeitender Router oder eine Sicherheitssoftware, die DNS-Anfragen beeinflusst Der Wechsel auf einen öffentlichen DNS-Resolver wie 1.1.1.1 oder 8.8.8.8 behebt einen Großteil wiederkehrender DNS-Fehler.
Wie behebe ich einen DNS-Fehler?
Beginnen Sie mit den Grundlagen: Starten Sie Ihren Router neu, leeren Sie den DNS-Cache (ipconfig/flushdns unter Windows) und testen Sie ein anderes Gerät im selben Netzwerk, um die Ursache einzugrenzen. Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, wechseln Sie auf einen öffentlichen DNS-Resolver und deaktivieren Sie vorübergehend VPN oder Proxy.
Was bedeutet „DNS-Server antwortet nicht“?
Das bedeutet, Ihr Computer erreicht zwar das Netzwerk, aber der zugewiesene DNS-Server antwortet nicht. Meistens deutet das auf ein Routerproblem oder ein Problem mit dem DNS-Resolver des Internetanbieters hin. Ein Neustart des Routers und der Wechsel zu 1.1.1.1 oder 8.8.8.8 löst das Problem in den meisten Fällen.
Ist es unbedenklich, den DNS-Server zu ändern?
Ja. Der Wechsel zu einem seriösen öffentlichen DNS-Anbieter wie Cloudflare oder Google ist sicher und verbessert häufig sowohl Geschwindigkeit als auch Zuverlässigkeit. Beide Anbieter veröffentlichen ihre Datenschutzrichtlinien transparent, daher lohnt sich ein kurzer Blick darauf, wenn Datenschutz für Sie eine Priorität ist.
Worin besteht der Unterschied zwischen einem DNS-Fehler und einem Internetausfall?
Ein DNS-Fehler bedeutet, dass die Namensauflösung nicht funktioniert, die Internetverbindung selbst aber weiterhin bestehen kann. In vielen Fällen lässt sich eine Website direkt über die IP-Adresse aufrufen. Ein Internetausfall hingegen bedeutet, dass die Verbindung komplett unterbrochen ist und keine Inhalte geladen werden können, unabhängig davon, wie Sie darauf zugreifen.




